Welcher Konzerttyp bist du?

 Auf ein Konzert gehen ist wunderbar. Doch fast noch interessanter als das Event selbst sind die ganzen anderen Menschen. Schaut man nämlich genauer hin erkennt man, dass es dort eigentlich nur zehn verschiedene Menschen gibt.

Welcher Konzerttyp bist du?

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#01 Knutschende Pärchen
Hach, wie gerne erinnern wir uns an das letzte James Blake Konzert zurück. Zarte, elektronische Klänge, sehr schlichte, aber wunderschöne Lichter und dazu Blakeys sanfte, liebevolle Stimme. Es klang fast so, als hätte er neben einem gestanden und diese wundervollen Worte direkt ins Ohr gesäuselt. Die Stimmung hätte nicht perfekter sein können, wäre da nicht dieses Störgeräusch gewesen. Ein kaum hörbares, aber umso markanteres Schmatzen, das einen aus allen Fantasien mit James rausgerissen hat. Es geht hier um eine der gefürchtetsten Konzertbesuchersorte: die Pärchen. Wie selbstverständlich beziehen sie die romantische Stimmung auf sich. Statt die Musik zu feiern, zu tanzen und einfach den Moment zu genießen, stehen sie engumschlungen da, knutschen das ganze Konzert über und werden dabei hin und wieder so leidenschaftlich, dass sie die anderen Besucher dabei anrempeln und ihnen ihre wahnsinnig große Liebe förmlich unter die Nase reiben.

Tipp: LASST DAS BITTE UND GENIESST DAS VERDAMMTE KONZERT.

#02 Die Handyfilmer- und fotografierer
Erst hat mans geschafft, sich durch eine Masse schwitziger, stinkender Körper in die vorderen Reihen zu kämpfen um einen besseren Blick auf die Bühne zu haben, dann hält einem irgendein Assi sein Smartphone direkt ins Gesicht – die ganze Zeit. Die Aussicht: unscharf und verpixelt. Die Lichter kommen genauso schlecht rüber, weil die Effekte durch die Masse an leuchtenden Bildschirmen gestört werden. Und weswegen? Weil der klassische Konzert-Möchtegern-Hobby-Fotograf meint, seine Facebook-Freunde würden beschissene, verschwommene Handyfotos interessieren. Vom Konzert generell bekommen die nichts mit.

Tipp: Das Handy mit der Jacke abgeben und alle Impressionen vom Konzert einfach ins Hirn packen. Da halten sie eh länger.

#03 Der Ich-geb meine-Jacke nicht-ab-und-schwitze-lieber-Stinker
Gerne zahlt man im Durchschnitt 30 Euro für eine Konzertkarte – klar, ist ja ein tolles Event. Aber die zwei Euro an der Garderobe scheinen dem ein oder anderen dann doch zu viel zu sein. Außerdem ist es ja auch echt nervig, nach dem Konzert noch überflüssige fünf Minuten an der Schlange zu stehen, um die Jacke wieder abzuholen. Jaja, aber besser ist es, liebe Sparfüchse. Wenn das Konzert nämlich dann anfängt, die Luft wärmer wird und sich die Leute in Bewegung setzen, wird es ganz schön unangenehm unter der Jacke. Die Siffe trieft aus allen Poren, sammelt sich unter dem Mantel  – bis sie dann nach draußen dringt. Nicht nur, dass es für einen selbst nicht unbedingt angenehm ist, es riecht auch noch unfassbar widerlich.

Tipp: Ein Extra-Zwei-Euro-Stück mitnehmen.

#04 Der Ich-habe-gleich-alles-abgegeben-und-poge-nun-halbnackt-umher
Das krasse Gegenteil ist der, der einfach mal alles an der Garderobe abgegeben hat und nun oberkörperfrei seinen Tanzmoves freien Lauf lässt. Ansich eine tolle Sache, darum geht es schließlich. Jedoch schwitzen diese Typen mindestens genauso wie die Ich-geb-meine-Jacke-nicht-ab-und-schwitze-lieber-Stinker. Doch leider bleibt es nicht beim Gestank. Der Schweiß kann schließlich von keinem Stoff aufgesaugt werden, also bildet sich eine schleimige, feuchte Schicht auf der Haut. Wäre halb so wild, wenn der Ich-habe-gleich-alles-an-derGarderobe-abgegeben nicht das Bedürfnis hätte, alle anderen Besucher mit seinen Körpersäften zu markieren. Wie er das macht? Er pogt sich einfach fröhlich durch die Leute. Besonders toll ist das, wenn er die Arme hochhält und durch unglückliche Zufälle die Achseln dann einmal quer das Gesicht streifen.

Tipp: Eine Extra Dosis an Antitranspirant Deo – gibt’s in jeder Drogerie.

#05 Die Ich-bin-hier-eigentlich-nur-zum-Arbeiten-da
Schaut man sich einmal bei einem Konzert um, erblickt man am Rande immer ein paar Menschen, die alleine mit verschränkten Armen dastehen. Der Konzert-Knigge halber können sie sich zumindest zu einem leichten Wippen aufraffen, aber sonst spricht nicht viel an ihrer Körpersprache dafür, dass sie gerade wirklich Spaß haben. Klar, sie sind ja nur wegen der Arbeit da. Ob Journalist, Radio-Promoter oder sonstiger Label-Mensch – sie alle wurden dazu verdonnert, kostbare Abendstunden in gute Live-Musik und Spaß zu investieren. Die Armen!

Tipp: Daheim bleiben. Die wichtigsten Infos zum Konzerts findet ihr später dank der Konzertfotografen auf Instagram und Co. Oder versucht Kollegen an eurer Stelle hinzuschicken, die mehr Bock auf die Musik haben.

#06 Der Ich-bin-auf-einer-ganz-anderen-Ebene
Besonders gut sind die auf Festivals zu betrachten, wo Drogen zum guten Ton gehören. Diese Konzertbesucher spüren die Musik auf einer ganz anderen Ebene. Sinnlich haben sie die Augen geschlossen, bewegen ihren Körper zum Klang, halten die Arme in die Luft und sind vollkommen abgedriftet. Sie gehören mitunter zur friedlichsten Gattung der Konzertbesucher, da sie allein für die Musik da sind und sonst keinen Wert auf unnötigen Kontakt haben.

Tipp: Du bist ein erwachsener Mensch und tust niemandem was böses. Was sollen wir da jetzt sagen?

#07 Die Labertaschen
„MENSCH HABEN WIR UNS LANGE NICHT MEHR GESEHEN DAS IST JA SO TOLL, DASS ES JETZT ENDLICH GEKLAPPT HAT“ – „WAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAS?!?!“ – „ICH HABE GESAGT,…“ Oh nein, bitte nicht. Bitte fangt nicht an, euch während einem Konzert gegenseitig über eure Leben up zu daten.

Tipp: Es ist ja wirklich wundervoll, dass ihr euch jetzt endlich nach so langer Zeit wieder seht, aber geht doch später lieber noch in eine Bar oder so. Das ist auch der Ort, wo ihr dann auch am besten über die Qualität des Konzerts unterhalten könnt. Macht das nicht dawährend.

#08 Die Kreischer
Der Kreischer hat derart viel Emotion und Liebe zum Künstler in sich stecken, dass er es unbedingt in einer ewig anhaltenden Explosion nach draußen befördern muss. Sobald der erste Ton angespielt wird, fängt er also an, alles, was in ihm steckt in einen einzigen hochfrequentierten Ton zu stecken und loszuschreien. Das ganze Konzert über.

Tipp: Einatmen, ausatmen.

#09 Die Prestige-Gänger
Die Prestige-Gänger sind stets gut gekleidet, haben ein Bier in der Hand und einen arroganten Blick auf dem Gesicht. Sie sind was besseres. Oder halten sich zumindest dafür. Denn sie sind die wahren Musikliebhaber, die echten Nerds. Alle anderen auf dem Konzert haben ja sowieso keine Ahnung und sind anscheinend nur durch Zufall auf einem guten Konzert gelandet. Ob die Prestige-Gänger tatsächlich auf dem Konzert sind, weil sie richtig Bock drauf hatten oder nur, weil sie sich dort sehen lassen wollten? Hm.

Tipp: Komm mal runter.

#10 Der Ich-bin-so-besoffen-dass-ich-mein-Bier-nicht-mehr-halten-kann
Der Ich-bin-so-besoffen-dass-ich-mein-Bier-nicht-mehr-halten-kann meint die Chance erkannt zu haben, sich zu guter Musik auch noch sehr, sehr viel Bier gönnen zu können. Bis er dann schon beim dritten Song sturzbesoffen und todesaufgedreht ist. Also springt er zum Ausdruck seiner Freude und seines Promillestandes, flippt vollkommen aus und mutiert gleich zu mehreren Konzerttypen gleichzeitig: er labert alle anderen an, wie geil es grad ist, kreischt, steht plötzlich oberkörperfrei da (sein T-Shirt hat er vermutlich überschwänglich gen Bühne geworfen), ist möglicherweise sogar von der Presse und pogt wild umher – dabei vergisst er aber, dass er noch ein Bier in der Hand hat, dessen Inhalt in einem Radius von drei Metern auf die anderen Leute schwappt.

Tipp: Denk das nächste mal doch daran, dir so einen Coffee-To-Go-Becherdeckel mitzunehmen und auf dein Bier zu packen. Dann bleibt auch mehr für dich.

Gefunden auf ego.fm: http://www.egofm.de/musik/musikmeldung/5016-die-10-typischsten-konzerttypen

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