Mei, Wanda in Berlin!

Die fünf Wiener Indie-Newcomer Wanda waren am 12.02. im kleinen und deshalb ratzfatz ausverkauften Badehaus Szimpla in Berlin zu Gast, um sich, ihre Texte und ihren sympathischen, österreichischen Zungenschlag nicht nur den Fans, sondern auch den Bookern und A&Rs der großen Labels im Publikum zu präsentieren.

Erst letztes Jahr haben sie mit ihrer Debüt-Single „Schickt mir die Post“ und ihrem Debüt-Album „AMORE“ für Furore gesorgt und kräftig die Szene aufgemischt. Schon plagen sie sich mit Luxus-Problemen wie zu kleinen Venues. Das Badehaus ist mit seinen unverputzten Wänden und dem sympathisch lebensfrohen Balkan-Flair der perfekte Ort für die Band, doch viel zu klein für die sich schlagartig vergrößernde Fangemeinde. Zwei weitere Abende werden die fünf also noch im ausverkauften Haus spielen, um den nach der österreichischen Neuentdeckung lechzenden Berlinern wenigstens einigermaßen gerecht zu werden.

Die Stimmung im zum Bersten gefüllten Badehaus ist aufgeheizt, das Publikum ist heiß auf den neuen, vielgelobten und innovativen Act. Die fünf Buben im Landstreicher-Look geben auch direkt richtig Gas. Mit „Luzia“ starten Wanda in den Berliner Abend, Sänger Marco Michael Wanda hat die Menge von Anfang an fest im Griff. Die Band ist perfekt aufeinander eingestimmt und verschafft den Songs einen Touch feierlichen Swing. Gitarrist Manuel Christoph Poppe, Keyboarder Christian Hummer, Schlagzeuger Lukas Hasitschka und Bassist Reinhold Weber rücken ihre Instrumente ins richtige Licht.

Wanda erfinden den Rock’n’Roll nicht neu. Sie variieren lediglich Bestehendes, um daraus neue Hits zu schaffen. Süße, heftige Popsongs mit lauten Gitarren und beschwingten Keyboard-Melodien, mit heiserem Gesang und Wiener Schmäh. „Sehnsüchtig aufgesexte, aber wunderbar unpeinliche Texte“, wie die Süddeutsche Zeitung so passend schreibt. Das zeichnet Wanda aus.

„Meine beiden Schwestern“, „1, 2, 3, 4“, „Schickt mir die Post“, „Bologna“ – alles ist dabei.

„Zwischen den Liedern wird es emotional. Wanda lässt eine Tequila-Flasche durchs Publikum gehen. Immer wieder fällt er seinen Mitmusikern in die Arme. Drückt ihnen ein Bussi auf die Wange. Flüstert ihnen kleine Geheimnisse ins Ohr. Wenn die anderen spielen, und er selbst gerade nichts zu singen hat, begattet er die Luft mit rhythmischen Lendenstößen oder führt einen Schamanentanz um ein unsichtbares Lagerfeuer auf – so wie weiland der von ihm verehrte Jim Morrison.“ beschreibt der Musikexpress treffend die kleinen Momente zwischdrin.
„Wir verstoßen jetzt gegen alle Regeln des Musikbusiness“, sagt Wanda und die Band lässt noch einmal „Luzia“ und „Bologna“ anklingen.

Nach dem Konzert hat jeder die Chance auf ein ganz persönliches ,Meet&Greet’, denn die Band schreibt draußen noch eifrig Autogramme und nimmt sich Zeit für die Fragen der begeisterten Fans. Eine Band zum Anfassen, real und authentisch. So, wie man das als echter Fan am liebsten hat. Wir sind gespannt, wie es weitergeht!

Im Herbst dürfen wir Wanda ja schon wiedersehen! Hier haben wir die Konzert-Termine für euch aufgeschrieben: Wanda Live.

 

Weitere Artikel zum Konzert gibt’s hier:

http://www.musikexpress.de/live/konzertkritiken/article697783/konzert-hattrick-so-gut-wars-bei-wanda-in-berlin.html
http://www.sueddeutsche.de/kultur/wanda-konzert-in-berlin-der-wahnsinn-eh-klar-1.2349499

Wanda

Wanda

Leise und unscheinbar gründete sich die Band Wanda im Jahr 2012. Benannt ist sie nach der einzigen Zuhälterin in Wien.

2014 waren Wanda dann plötzlich überall – in den Radios, auf den Plakaten, in den Musikzeitschriften. Sie kommen mit einer Mischung aus Schmäh, Morbidität und Punkrock daher und eroberten Konzertbesucher und Feuilleton-Redakteure gleichermaßen. Sie pflegen ein Image von musikalischer Abwechslung, intelligentem Songwriting, schmutzigen Details und geschmeidigem Österreichisch. Und sind dabei so lässig und authentisch wie man nur sein kann.

Im April 2014 erschien ihre Debütsingle „Schick Mir Die Post“. Das Debütalbum ‚Amore’ war seit Erscheinen im Oktober desselben Jahres für 33 Wochen in den österreichischen Charts und auf Platz 1 aller relevanten Indie- und Alternativecharts im deutschsprachigen Raum. Laut.de beschreibt es als ‚perfekt gelungenen Erstling’ und Focus-Online gar als das ‚beste deutschsprachige Album des Jahres’.

Bei den Amadeus Awards 2015 wurde Wanda in der Kategorie Alternative Pop/Rock ausgezeichnet und gewann den FM4 Award. Daneben waren sie als Band des Jahres sowie für das Album und für den Song des Jahres nominiert. Mit fünf Nominierungen waren sie der am häufigsten nominierte Act. Am 26. März 2015 erreichte das Album ,Amore‘ Goldstatus in Österreich.

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