Das letzte Blumentopf Interview

Ende 2015 gaben Blumentopf die Auflösung der Band bekannt. Niederschmetternd für alle Fans. Nach 24 Jahren Bandgeschichte, sieben Studioalben, unzähligen Tourneen, Club- und Festival-Shows, den Raportagen in der ARD und dem einen oder anderen Klassiker des deutschsprachigen Rap sagen Cajus, Holunder, Schu, Roger und Sepalot nun also Servus.
Auch die Abschiedskonzerte im Oktober 2016 – mittlerweile bereits komplett ausverkauft – und die wenigen Festivaltermine helfen nur so lala über die schlechte Nachricht hinweg.

Wieso, weshalb, wie und wann – ein letztes Interview bringt vielleicht wenigstens ein bisschen Licht ins Dunkel des Warum…

Blumentopf Interview zur Auflösung

Wo die Töpfe überall Servus sagen? Alle Infos zur Abschiedstour und zu den Festivalterminen gibt’s HIER.

Da für die Abschiedstour keine einzige Karte mehr zu haben ist, haben alle Fans noch eine allerletzte Chance auf ein Ticket für eine komplette Blumentopf Live-Show. Am 21.08.2016 spielen die Töpfe in Bochum beim ZFR. Zugreifen, bevor ihr nie wieder die Chance dazu habt! (Alle anderen Einzelshows sind seit Monaten ausverkauft.)

 

Blumentopf

Blumentopf

Damals Pioniere, heute Pioniere.

Blumentopf gehören seit ihrer Gründung 1992 zu den wichtigsten Vertretern der deutschen HipHop Szene. Dabei war es für die fünf Charaktere nicht immer einfach, alles unter einen Hut zu bringen: Gemeinsam Musik machen und auch die Firma „Blumentopf“ erfolgreich am Laufen halten – von fünf gleichberechtigten Chefs mit unterschiedlichen Lebensentwürfen, Perspektiven, Meinungen und Geschmäckern.

Doch da sind diese fünf Typen, die sich gegenseitig zu Höchstleistungen am Mic und an den Turntables hochstacheln. „Das ist so ein Competitionding, das dem Ganzen gut tut. Einer bringt eine Strophe und man selbst denkt sich: Jetzt muss ich meine aber noch mal umschreiben“, erzählt Roger und grinst dabei. Genau so kommt auch das typische Blumentopf-Gefühl zu Stande, das die Band seit ihrer Debüt EP „Abhängen“(1996) auszeichnet. Was im Sport als gesunde Konkurrenz innerhalb einer Mannschaft bezeichnet wird – innerhalb der Band Blumentopf ist es gegenseitige Inspiration.

Treffende Metaphern, Vergleiche, intelligente Wortspielereien, Wortverdreher und Wortumdeutungen – das unnachahmliche Storytelling von Blumentopf bleibt einzigartig. Ein Grund, warum sie sich zu den besten deutschsprachigen Textern zählen dürfen.

Das siebte Studioalbum – so weit kommen die allerwenigsten Bands. 25 Jahre standen Blumentopf in Originalbesetzung auf der Bühne. Unzählige Konzerte haben sie gegeben. Sie haben HipHop und Rap in Deutschland entscheidend geprägt. Spätestens durch ihre „Raportagen“, mit denen sie seit 2006 die Spiele der deutschen Fußballnationalmannschaft bei Welt- und Europameisterschaften kommentieren, waren sie der ganzen Republik ein Begriff.

Alben

Kein Zufall (1997, Four Music)
Großes Kino (1999, Four Music/Columbia)
Eins A (2001, Four Music, für den Comet nominiert)
Gern geschehen (2003, Four Music)
Musikmaschine (2006, Four Music)
Wir (2010, Virgin Music)
Nieder mit der GbR (2012, EMI)
B-Seiten und Raritäten (2013, BMG)

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